
Amadeo de Souza Cardoso
1887–1918 · Portugal · Moderne
Die Geschichte
Amadeo de Souza-Cardoso gelangte aus einer stillen Familie im portugiesischen Weinland mitten in die Pariser Avantgarde. In Montparnasse verband ihn vor dem Ersten Weltkrieg eine Freundschaft und zeitweise ein Haus mit Amedeo Modigliani, der ihn porträtierte, und er nahm Kubismus und Futurismus in rasendem Tempo auf.
Seine Malerei zersprang in helle, ruhelose Formen, halb Maschine, halb Volksmuster, und gehörte zum Kühnsten, was ein portugiesischer Künstler an moderner Kunst geschaffen hatte. Er stellte sogar auf der Armory Show von 1913 aus, die New York die moderne Kunst vorstellte.
Der Krieg trieb ihn zurück nach Portugal, wo er schnell und heftig weitermalte. 1918 raffte ihn die Grippepandemie mit 30 Jahren dahin. Der größte Teil seines erhaltenen Werks ist heute im Gulbenkian-Museum in Lissabon versammelt.
