Andrea del Verrocchio

Andrea del Verrocchio

1435–1488 · Republik Florenz · Italienische Renaissance


Die Geschichte

Um 1466 trat ein Halbwüchsiger namens Leonardo, der uneheliche Sohn eines Florentiner Notars, in die Werkstatt Andrea del Verrocchios ein, damals der geschäftigste Bildhauer und Maler von Florenz. Verrocchio führte seine Werkstatt wie eine kleine Fabrik und bildete Lehrlinge zugleich in Goldschmiedekunst, Bronzeguss, Zeichnung und Malerei aus, und Leonardo blieb dort etwa ein Jahrzehnt und nahm all das in sich auf.

Verrocchios eigenes Schaffen reichte ebenso weit, von der Bronzestatue des David, heute im Museo Bargello in Florenz, über das Marmorgrab von Piero und Giovanni de' Medici, Söhnen der herrschenden Bankiersfamilie der Stadt, bis zu Gemälden wie der Taufe Christi, auf der Leonardo nachweislich einen der knienden Engel malte. Der Biograf des 16. Jahrhunderts Giorgio Vasari behauptete später, Verrocchio sei von dem Engel seines Schülers so beeindruckt gewesen, dass er die Malerei für immer aufgab, eine Geschichte, die Historiker mit einiger Vorsicht behandeln, die aber Verrocchios Ruf seither anhaftet.

In seinen letzten Jahren war Verrocchio in Venedig und goss eine bronzene Reiterstatue des Söldnerführers Bartolomeo Colleoni, ein Auftrag, dessen Vollendung er nicht mehr erlebte. Er starb dort 1488, und ein anderer Bildhauer vollendete und goss die Statue nach seinem Tod.

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