Anton Mitov

1862–1930 · Bulgarien · Realismus


Die Geschichte

1877 brannten osmanische Truppen Stara Sagora nieder, eine Stadt in Zentralbulgarien, und töteten Tausende ihrer Einwohner. Zu den Familien, die in die Armut flohen, gehörte die eines 15-jährigen Jungen namens Anton Mitow. Im Jahr darauf erlangte Bulgarien seine Freiheit, und nachdem er zwei Jahre als Telegrafist gearbeitet und jede Münze gespart hatte, reichte es für einen Platz an der Kunstakademie in Florenz.

Dort kam er 1881 an und studierte beim italienischen Maler Giuseppe Ciaranfi. Als er heimkehrte, war das Land, das er als osmanische Provinz verlassen hatte, ein neuer Staat, der alles zugleich aufbaute, seine Kunst eingeschlossen. 1896 gehörte Mitow zu den Gründern der Zeichenschule in Sofia, aus der die Nationale Kunstakademie Bulgariens hervorging, wo er Kunstgeschichte und Perspektive lehrte und zweimal ihr Direktor war.

Er malte die Straßen und Märkte, die er kannte, Frauen in den Trachten von Plowdiw und Sofia und einige der ersten Seestücke, die je ein Bulgare geschaffen hat. Er war zudem Kritiker und Organisator und einer der frühesten bulgarischen Maler, die ihre Werke in den Ausstellungssälen Westeuropas zeigten, zu einer Zeit, als weite Teile des Kontinents sein Land noch als kulturelle Provinz ansahen.

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Werke

3 Werke