Bernardino Luini

Bernardino Luini

1480–1532 · Herzogtum Mailand · Hochrenaissance, Renaissance


Die Geschichte

Als Leonardo da Vinci Mailand zu Beginn des 16. Jahrhunderts verließ, hinterließ er eine Malweise, der die halbe jüngere Künstlerschaft der Stadt ihr Leben lang nachjagte. Diese rauchige Weichheit, in der die Kante einer Wange in den Schatten zerfließt, war schwer nachzuahmen. Bernardino Luini kam ihr näher als fast jeder andere.

Offenbar hat er nie unmittelbar bei Leonardo gelernt, doch er nahm die Mailänder Manier des Meisters so vollständig auf, dass Händler und Sammler rund drei Jahrhunderte lang Luinis lieblich blickende Madonnen als echte Leonardos verkauften, und man glaubte es ihnen.

Seine eigentliche Stärke war das Fresko, das Malen direkt auf den nassen Putz. In der Klosterkirche San Maurizio in Mailand bedeckte er die Wände mit ruhigen Heiligen und sanften biblischen Szenen in weichem Rosa und blassem Blau, und in der Stadt Saronno im Norden tat er dasselbe. Diese Fresken in Saronno, kurz vor seinem Tod 1532 vollendet, stehen noch immer an den Wänden des Chorraums, die Farbe dort, wo er sie vor fast fünf Jahrhunderten auftrug.

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Werke

4 Werke