
Carlo Crivelli
1430–1490 · Republik Venedig · Gotische Kunst
Die Geschichte
Carlo Crivelli signierte seine Bilder noch lange als Venezianer, nachdem er Venedig für immer verlassen hatte. Früh war er dort wegen einer Affäre mit einer verheirateten Frau eingekerkert worden, und danach baute er seine ganze Laufbahn in den Marken auf, dem ländlichen Hügelland an der Adriaseite Italiens, wo er Altarbilder für Städte wie Ascoli Piceno malte.
Während Florenz weicher Modellierung und tiefem Raum nachjagte, hielt Crivelli an schimmernden Goldgründen und harter, juwelenscharfer Linie fest und belud seine Bilder dann mit verblüffend wirklichem Obst. Äpfel, Kürbisse und Gurken hängen quer über den Vordergrund seiner Szenen, Sinnbilder von Sünde und Erlösung, die ihm zugleich erlaubten zu glänzen. Seine 'Verkündigung mit dem heiligen Emidius' von 1486, heute in London, inszeniert den heiligen Augenblick in einer belebten, sonnendurchfluteten Straße, mit einer Gurke, die am äußersten unteren Rand liegt.
Spät im Leben wurde er von einem Fürsten von Neapel zum Ritter geschlagen und begann, den Titel seiner Signatur hinzuzufügen. Er starb um 1495, noch immer in den Marken tätig, und blieb weitgehend vergessen, bis Sammler ihn im 19. Jahrhundert wiederentdeckten.
Werke
14 Werke
Die Verkündigung mit dem heiligen EmygdiusCarlo Crivelli, 1486
Polyptychon der Madonna mit Kind und HeiligenCarlo Crivelli, 1468
Altarbild aus San Francesco dei Zoccolanti, MatelicaCarlo Crivelli, 1490
Madonna mit KindCarlo Crivelli, 1472
Das Blut ChristiCarlo Crivelli, 1490
Madonna mit KindCarlo Crivelli, 1480
Madonna della CandelettaCarlo Crivelli, 1490
Polyptychon der HeiligenCarlo Crivelli, 1473
Anbetung der HirtenCarlo Crivelli, 1480
Demidoff-AltarCarlo Crivelli, 1476
Huldschinsky-MadonnaCarlo Crivelli, 1460
Madonna mit KindCarlo Crivelli, 1470
Maria MagdalenaCarlo Crivelli, 1476
Polyptychon des Doms von CamerinoCarlo Crivelli, 1490