Cristofano Allori

Cristofano Allori

1577–1621 · Großherzogtum Toskana · Manierismus


Die Geschichte

Cristofano Alloris berühmtestes Gemälde ist ein als Bibelszene getarntes Racheporträt. Seine Judith mit dem Haupt des Holofernes, um 1613 in Florenz gemalt, zeigt die Heldin, wie sie gelassen den abgeschlagenen Kopf des Feldherrn hält, den sie soeben getötet hat. Nach Alloris frühem Biografen Filippo Baldinucci sind die Figuren Porträts. Judith ist Maria di Giovanni Mazzafirri, die frühere Geliebte des Malers, bekannt als La Mazzafirra, die alte Dienerin neben ihr ist deren Mutter, und der Kopf in Judiths Hand ist Allori selbst.

Die Geschichte will es, dass die Affäre böse geendet hatte und dass der Maler sich selbst als den Mann darstellte, der von der Frau enthauptet wird, die ihn verlassen hatte. Ob nun jede Einzelheit stimmt oder nicht, seine Zeitgenossen lasen das Bild eindeutig so, und Allori schuf mehrere Fassungen, weil Sammler immer wieder danach verlangten.

Er war der Sohn des Malers Alessandro Allori und arbeitete für den Medici-Hof in Florenz, bekannt für ein glattes, juwelenhaftes Finish, das ihn ein wenig vom härteren Manierismus seiner Umgebung abhob. Er war ein langsamer, penibler Arbeiter und ein berüchtigt schwieriger, verschwenderischer Mann, oft verschuldet. Er starb 1621, erst Mitte 40, sein Werk klein, doch die Judith wurde noch Jahrhunderte danach kopiert und bewundert.

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Werke

1 Werk