
Jacopo Bassano
1510–1592 · Republik Venedig · Venezianische Schule
Die Geschichte
Jacopo Bassano verbrachte fast sein ganzes Leben fern von Venedig, in der kleinen Festlandstadt Bassano, deren Namen er annahm, und führte dort mit seinen vier malenden Söhnen eine geschäftige Familienwerkstatt. Aus dieser Entfernung schuf er eine unverwechselbare Richtung der venezianischen Malerei.
Er verwandelte biblische Geschichten in Szenen ländlichen Lebens. Seine Anbetung wird zum Vorwand, Rinder, Schafe, Hunde, Kupfertöpfe und wettergegerbte Landarbeiter zu malen, alles mit erdigem, greifbarem Realismus wiedergegeben. Später faszinierte ihn die Nacht, und er beleuchtete nächtliche Szenen mit Laternen und Feuerschein auf eine Weise, die kaum ein Maler versucht hatte.
Seine Tiere und rustikalen Details machten seine Bilder überaus beliebt und vielkopiert, teils durch seine eigenen Söhne, was es zu einem bleibenden Kopfzerbrechen für die Forschung macht, zu klären, wer was gemalt hat. Zwei dieser Söhne, Francesco und Leandro, trugen die Werkstatt und den Familiennamen bis nach Venedig selbst.
