Konrad Witz

Konrad Witz

1400–1446 · Heiliges Römisches Reich · Renaissance


Die Geschichte

Als Konrad Witz 1444 das Fischwunder malte, tat er etwas, das vor ihm fast kein europäischer Maler gewagt hatte. Statt eines erdachten Heiligen Landes verlegte er die Evangelienszene auf ein Gewässer, das er wirklich vor Augen hatte, den Genfersee, mit dem Ufer, der Stadt und dem Schnee der Savoyer Alpen und des Mont Blanc in der Ferne, alles nach der Natur gezeichnet. Man nennt es oft das älteste erhaltene getreue Bildnis eines wirklichen Ortes in der westlichen Kunst.

Die Tafel gehörte zu einem Altar für die Kathedrale von Genf und zeigt Christus am Ufer stehend, während der Apostel Petrus durch das flache Wasser auf ihn zuwatet. Witz löste sogar die Spiegelungen und die Art, wie der Seegrund nahe dem Ufer durch das klare Wasser durchschimmert.

Geboren wurde er um 1400 in Schwaben, im heutigen Südwesten Deutschlands, und ließ sich in Basel nieder, der Schweizer Stadt, die damals ein großes Konzil der Kirche beherbergte und Geistliche und Besucher aus ganz Europa anzog. Er starb jung, um 1446, und nur eine Handvoll seiner Werke ist erhalten. Jener See, vor mehr als fünf Jahrhunderten gemalt, ist noch heute erkennbar derselbe Anblick.

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Werke

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