
Konstantin Korowin
1861–1939 · Russisches Kaiserreich · Impressionismus
Die Geschichte
Konstantin Korowin brachte einen lockeren, hell gestimmten Pinsel in die russische Malerei, als diese meist noch sorgfältige Geschichten erzählte. Er hatte die Freiheit der französischen Impressionisten aufgegriffen und wandte sie auf Pariser Boulevards bei Nacht an, ganz nasse Lichter und verwischte Spiegelung, und auf Tische voller Rosen, Fische und Früchte.
Er war ebenso sehr ein Mann des Theaters wie der Staffelei. Für die Privatoper des Eisenbahnmagnaten Sawwa Mamontow und später für die großen Moskauer Häuser entwarf er Bühnenbilder und Kostüme, die die Bühne mit Farbe überfluteten, und den Sänger Fjodor Schaljapin zählte er zu seinen engen Freunden.
Die Revolution brachte alles durcheinander, und 1923 ging Korowin nach Paris, um zu arbeiten und seinen kranken Sohn zu behandeln. Er kehrte nie zurück. Seine letzten Jahre verbrachte er dort mit dem Schreiben warmer Erinnerungen an die alte russische Kunstwelt, und er starb 1939 in Paris, während er für die Händler noch immer russische Winterszenen und Pariser Boulevards anfertigte.

