Lavinia Fontana

Lavinia Fontana

1552–1614 · Kirchenstaat · Manierismus


Die Geschichte

Lavinia Fontana führte um 1600 in Bologna und später in Rom eine geschäftige Malwerkstatt und ernährte ihren großen Haushalt mit dem Pinsel, während ihr Mann, ein geringerer Maler, das Heim und die Kinder versorgte, von denen sie elf gebar. Diese Regelung war für eine Frau ihrer Zeit fast unerhört.

Als Tochter eines Malers wurde sie in der Familienwerkstatt ausgebildet und nie als Dilettantin behandelt. Sie baute eine Laufbahn auf Porträts der Bologneser Edelfrauen auf, in ihrem Putz und Schmuck, ging dann zu großen öffentlichen Altarbildern über und sogar zu mythologischen Bildern mit weiblichen Akten, Themen, die Künstlerinnen normalerweise verschlossen waren.

Ihr Ruf trug sie nach Rom, wo sie unter päpstlicher Gunst arbeitete und von der Akademie der Stadt geehrt wurde. Sie starb dort 1614, und ihr zu Ehren wurde eine Porträtmedaille geprägt, die sie an ihrer Staffelei sitzend zeigt.

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Werke

1 Werk