Meindert Hobbema

Meindert Hobbema

1638–1709 · Republik der Vereinigten Niederlande · Goldenes Zeitalter der Niederlande, Landschaftsmalerei


Die Geschichte

Meindert Hobbema lernte die Landschaftsmalerei beim größten niederländischen Meister dieses Fachs, Jacob van Ruisdael, in dessen Amsterdamer Werkstatt er in den 1650er Jahren ausgebildet wurde. Eine Zeit lang malte er Wassermühlen und bewaldete Wege in der Manier seines Lehrers, dann hörte er weitgehend damit auf. 1668 nahm er eine feste städtische Anstellung an und eichte für den Amsterdamer Zoll die Fässer eingeführten Weins, und die Malerei wurde zur Nebensache.

Doch spät in dieser verebbenden Laufbahn schuf er eine der meistreproduzierten Landschaften der Welt. Die Allee von Middelharnis, datiert 1689, zeigt einen schnurgeraden, schlammigen Weg, der zwischen zwei Reihen dünner, oben ausladender Bäume auf ein fernes Dorf zuläuft, das Ganze eine Lehrstunde darüber, wie ein Weg das Auge in die Tiefe des Raums ziehen kann.

Das Bild hängt in der Londoner National Gallery und taucht in jedem Lehrbuchkapitel über Perspektive auf. Hobbema behielt seinen Zollposten über Jahrzehnte und starb 1709 arm, sein Ruf als Landschaftsmaler zu Lebzeiten kaum beachtet.

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Werke

1 Werk