
Nikola Marinow
1879–1948 · Bulgarien · Realismus, Akademische Kunst
Die Geschichte
Nikola Marinov wurde 1879 in Tǎrgovište geboren, einer Stadt im Nordosten Bulgariens, als das Land seine Unabhängigkeit von der osmanischen Herrschaft gerade erst errungen hatte. Zur Ausbildung ging er ins Ausland, an die Albertina-Akademie der bildenden Künste in Turin, zu den italienischen Malern Andrea Tavernier und Giacomo Grosso, und schloss 1903 ab.
Ab 1906 wieder daheim, richtete er sich ein Leben als Lehrer in Sofia ein, der bulgarischen Hauptstadt, und hatte von 1921 bis 1940 einen Lehrstuhl an der Nationalen Kunstakademie inne, deren Leiter er Mitte der 1930er Jahre eine Zeit lang war. Zu seinen Schülern zählten Ilia Beschkow und Ivan Nenov, die bekannte Gestalten der bulgarischen Kunst wurden.
Am liebsten arbeitete er in Aquarell, malte Bildnisse und Figurenkompositionen und schmückte auch Kirchenwände aus, wobei er Fresken in Plovdiv, Lovech und anderen bulgarischen Städten hinterließ. Er starb 1948 in Sofia.

