Nikolai Jaroschenko

Nikolai Jaroschenko

1846–1898 · Russisches Kaiserreich · Realismus, Russischer Realismus, Peredwischniki


Die Geschichte

Nikolai Jaroschenko verbrachte seine Tage als Offizier in einer Petersburger Waffenfabrik und seine Abende damit, die Menschen zu malen, welche die russische Kunstwelt lieber übersah. Als überzeugtes Mitglied der Peredwischniki, der Wanderer, die realistische Bilder in die Provinzstädte trugen, wurde er als das Gewissen der Gruppe bekannt.

Sein Heizer von 1878 gilt oft als das erste ernsthafte Porträt eines Industriearbeiters in der russischen Malerei, ein rußverschmierter Mann vor einer Ofentür, geradeaus blickend. In Überall ist Leben von 1888 malte er Sträflinge, gedrängt am vergitterten Fenster eines Gefangenenzuges, die Krümel für Tauben auf den Bahnsteig streuen. Die Bilder waren schlicht, unsentimental und pointiert genug, dass die Behörden ein Auge auf ihn hatten.

Jaroschenko behielt seinen Militärrang bis zuletzt und stieg noch während des Malens zum Generalmajor auf, und er starb 1898 auf seinem Gut in Kislowodsk im Kaukasus, bis zum Schluss zeichnend.

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Werke

1 Werk