René Magritte

René Magritte

1898–1967 · Belgien · Surrealismus, Belgischer Surrealismus


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Die Geschichte

René Magritte verbrachte die Mitte der 1920er Jahre in Brüssel mit der unglamourösesten Arbeit, die ein Maler tun kann: Er entwarf Werbeanzeigen und Plakate für ein Modehaus und eine Pelzfirma im knappen Art-déco-Stil jener Zeit. Diese kommerzielle Schulung verließ ihn nie. Als er 1929 seine berühmte Pfeife malte und darunter in sauberer Schreibschrift "Ceci n'est pas une pipe" schrieb, "Dies ist keine Pfeife", liest sich das genau wie eine Werbeanzeige, die sich gegen sich selbst wendet, denn das Objekt auf der Leinwand ist tatsächlich nur ein Bild einer Pfeife, worauf die Unterschrift eben hinweist.

Das trieb er vierzig Jahre lang, indem er gewöhnliche Dinge falsch malte: eine Dampflokomotive, die aus einem Kamin herausfährt, ein Mann mit Melone, dessen Gesicht ein Apfel verdeckt, ein Taghimmel über einer nächtlichen Straße. Dabei lebte er bewusst wie ein Bankangestellter, in einem bescheidenen Brüsseler Haus, im Anzug und mit denselben Melonen, die seine Bilder bevölkern.

Hinter der ruhigen Oberfläche liegt ein Schatten. 1912, mit 13 Jahren, ertränkte sich seine Mutter im Fluss Sambre nahe ihrer Heimatstadt, und als ihr Leichnam Tage später geborgen wurde, soll ihr Nachthemd über dem Gesicht gelegen haben. Biografen haben dieses Bild seit langem mit den stoffverhüllten Gesichtern in Verbindung gebracht, die er Ende der 1920er Jahre malte, auch wenn Magritte selbst diese Verbindung stets abwies. Er wiederholte seine stillen, verstörenden Objekte bis zu seinem Tod 1967, zu welcher Zeit jüngere Pop-Art-Künstler in Amerika ihn bereits als Vorfahren betrachteten.

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Werke

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