
Konstantin Makovsky · PD
Ein Bojarenhochzeitsmahl
Details
Die Geschichte
In den 1880er Jahren hatte Konstantin Makowski sein Petersburger Atelier fast in ein Museum des alten Moskauer Russland verwandelt: Truhen voller Kokoschniks des 17. Jahrhunderts, Brokate, silberne Becher, die er leidenschaftlich sammelte. Aus diesem Hort ist dieses Festmahl gebaut. Die Szene zeigt eine Bojarenhochzeit des 17. Jahrhunderts, den Augenblick, in dem die Gaste das Brautpaar zum Kuss auffordern, wahrend ein gebratener Schwan hereingetragen wird. Die Braut wirkt traurig, eine alte Frau hinter ihr macht ihr Mut. Makowski vollendete das Bild 1883, als das gebildete Russland seine vorpetrinische Vergangenheit wiederentdeckte. Das Gemalde blieb nicht daheim: 1885 kaufte es ein amerikanischer Juwelier in Antwerpen, angeblich uberbot er dabei Zar Alexander III., und es ging uber den Atlantik. Heute hangt es bei Washington.