
Paolo Veronese · PD
Allegorie von Tugend und Laster
Details
Die Geschichte
Das Bild erzählt eine alte Geschichte von einer Entscheidung. Der junge Herkules steht zwischen zwei Frauen, die ihn in verschiedene Richtungen ziehen. Rechts die Tugend, streng und bekleidet, links das Laster, üppig und halb entblößt. Der Held wendet sich der Tugend zu und reißt sich vom Laster los, das ihm dabei mit einem Dorn das Bein aufritzt. Paolo Veronese malte die Szene um 1565 im reichen Venedig, wo solche gelehrten Stoffe bei gebildeten Auftraggebern gefragt waren. Der seidige Stoff, das gestickte Wams des Herkules und der abendliche Himmel sind mit demselben Genuss gemalt wie die üppige Gestalt, von der er sich abwendet. Auf einem kleinen Spruchband steht sinngemäß, dass auf kurze Lust lange Mühe folgt.




