
Amedeo Modigliani · PD
Antonia
Details
Die Geschichte
Von der Frau dieses Bildnisses kennen wir nur den Vornamen: Antonia. Modigliani malte sie um 1915, in einem Paris mitten im Ersten Weltkrieg, von dessen Front ihn seine Krankheit ferngehalten hatte. Er hatte kurz zuvor die Bildhauerei aufgegeben und übertrug auf die Malerei, was ihn das Arbeiten am Stein gelehrt hatte, daher dieser lange, fast zylindrische Hals und das glatte Oval des Gesichts, beide dem Kubismus ebenso verpflichtet wie den afrikanischen Masken, die er bewunderte. Antonia sitzt frontal, die Arme verschränkt, vor einem geometrischen Grund, der in Wahrheit ein Fenster ist. Die Leinwand gehörte Paul Guillaume, dem Händler des Malers, und wird wegen ihrer Ähnlichkeit mit einem weiteren seiner Bildnisse, der sogenannten Madame Pompadour in Chicago, auf 1915 datiert. Eine neuere Untersuchung des Museums ergab, dass die Oberfläche mehr Übermalungen verbirgt, als man ihr ansieht.




