
Camille Pissarro · PD
Herbst, Pappeln, Éragny
Details
Die Geschichte
Im Sommer 1894 erstach ein junger italienischer Anarchist in Lyon den französischen Präsidenten Sadi Carnot, und die Behörden begannen, jeden mit anarchistischen Verbindungen festzunehmen. Pissarro, der mit dieser Bewegung seit Jahren offen sympathisierte, verließ Frankreich eilig und blieb bis Oktober bei Brüssel. Als er in sein Haus in Éragny zurückkehrte, ein Dorf an der Epte nordwestlich von Paris, erwartete ihn ein Anblick wie dieser: die Pappeln, die er in jeder Jahreszeit gemalt hatte, nun herbstlich vergoldet. Eine chronische Entzündung eines Tränenkanals machte es ihm damals schwer, lange im Freien zu arbeiten, und immer öfter malte er die Felder vom Fenster aus. Diese Baumreihe gehört zu einem Motiv, zu dem er wieder und wieder zurückkam, und dahinter lugte oft der Kirchturm des Nachbarweilers Bazincourt hervor.




