
sailko · CC-BY-SA-3.0
Bartolini-Salimbeni-Verkündigung
Details
Die Geschichte
Um 1420 malt Lorenzo Monaco, ein Kamaldulensermönch, in Florenz noch in der goldenen Sprache der internationalen Gotik: durchgehender Goldgrund, langgezogene Gestalten, feines Ornament. Gleich daneben aber wuchs schon eine jüngere Generation heran, die die Welt bald ganz anders sehen sollte. Dieses Altarbild der Verkündigung, für die Bartolini-Salimbeni-Kapelle in Santa Trinita gemalt, gehört zu seinen letzten Werken. Der Form nach steht es auf halbem Weg zwischen dem mittelalterlichen, in Felder geteilten Polyptychon und der einheitlichen Altartafel der Renaissance. Man nennt es oft die erste Altartafel, die in unmittelbarem Bezug zur umgebenden Architektur gedacht ist. Die kleinen seitlichen Pfeiler mit Heiligen, die er hier erfindet, greifen später Masaccio und Fra Angelico auf. Monaco starb um 1425. Eine Restaurierung von 1998 zeigte, dass der Mantel Marias in einer einfacheren Technik ausgeführt ist, ein Hinweis, dass vielleicht ein Schüler die Tafel nach seinem Tod vollendete.


