
Vasily Polenov · PD
Christus und die Ehebrecherin
Details
Die Geschichte
Fast 15 Jahre lang kehrte Polenow immer wieder zu dieser riesigen Leinwand zurück. Damit sein Jerusalem wie ein wirklicher Ort aussähe, reiste er Anfang der 1880er Jahre durch den Nahen Osten und studierte das Licht und den Stein des Heiligen Landes. Die Szene stammt aus dem Johannesevangelium: Man zerrt eine des Ehebruchs beschuldigte Frau vor Christus, und er antwortet, wer ohne Sünde sei, solle den ersten Stein werfen. Mit diesen Worten wollte Polenow das Bild betiteln, doch die kirchliche Zensur ließ es nicht zu, und so erschien das Werk auf der Ausstellung von 1887 unter dem nüchterneren Namen, den es bis heute trägt. Zar Alexander III. kaufte es dort, und bevor es ins Russische Museum kam, hing es im Winterpalast.


