
Anthony van Dyck · PD
Der trunkene Silen
Details
Die Geschichte
An Van Dyck denken wir bei kühlen, eleganten Bildnissen von Königen und Höflingen, und so überrascht dieser fette, taumelnde Betrunkene. Er malte ihn um 1620, mit knapp 21 Jahren, als er noch in der Antwerpener Werkstatt von Peter Paul Rubens arbeitete, dem berühmtesten Maler Europas. Der Meister steckt überall darin, die wirbelnden Leiber, das warme schwere Fleisch, die Lust an einem mythologischen Gelage. Silen war der alte Erzieher des Weingottes Bacchus, und hier ist er so betrunken, dass er kaum steht und von seinen Gefährten aufrecht gehalten werden muss. Wenige Jahre später sollte Van Dyck nach Italien aufbrechen und zu der geschliffenen Manier reifen, die seinen Namen machte. Zu diesem angeheiterten Alten kehrte er mehr als einmal zurück, und eine weitere Fassung der Szene hängt in Brüssel.




