
Moretto da Brescia · PD
Grablegung Christi
Details
Die Geschichte
Zu diesem Bild ist kein einziges Dokument erhalten: Man weiß nicht, wer es in Auftrag gab und für welche Kirche es gemalt wurde. Bekannt ist nur, dass es um 1526 von Moretto stammt, dem großen Meister von Brescia, einer Stadt im Norden Italiens, damals unter venezianischer Herrschaft, auf halbem Weg zwischen der Farbe Venedigs und dem nüchternen Realismus der Lombardei. Die Szene zeigt den Augenblick, in dem der Leichnam Christi in das offene Grab gelegt wird. Zu seinen Füßen weint Maria Magdalena, links steht die Muttergottes, rechts stützt der Apostel Johannes einen Fuß auf den Rand des Grabes. Dahinter eine hügelige Landschaft, von einer Felswand abgeschlossen, und ein Himmel aus zerfaserten Wolken. Moretto meidet jedes Pathos: Die Trauer ist still, fast alltäglich. Die Leinwand kam 1947 mit der Sammlung Kress an die National Gallery in Washington.




