
Jacopo Tintoretto · PD
Grablegung Christi
Details
Die Geschichte
Tintoretto war noch jung, als er diese Grablegung Christi malte, um 1543, in einem Venedig voller älterer und berühmterer Namen. Gut dokumentiert blieb vor allem seine spätere Geschichte. 1935 gehörte das Bild Italico Brass, einem venezianischen Maler und Sammler mit umfangreichem Privatbestand. 1941 gelangte es unter die Kunst, die für das Museum zusammengetragen wurde, das Hitler in seiner österreichischen Heimatstadt Linz errichten wollte, eine unter einem Sonderauftrag angehäufte Sammlung, die Tausende von Werken aufnahm. Nach Kriegsende kam es an den Münchner Central Collecting Point, das Depot, das die Alliierten einrichteten, um verlagerte Werke zu sichten und zurückzugeben. Sein weiterer Verbleib steht vor allem in den Akten staatlicher Verwahrung, die diesen Linzer Bildern über Jahrzehnte folgten. Die Leinwand ist eine frühe Fassung eines Vorwurfs, zu dem Tintoretto mehr als einmal zurückkehrte, der zum Grab getragene Leichnam Christi.




