
Paul Cézanne · PD
Gardanne (Horizontale Ansicht)
Details
Die Geschichte
Um 1885 arbeitete Cézanne in Gardanne, einem kleinen Bergstädtchen wenige Kilometer von seinem Heimatort Aix-en-Provence entfernt. Was ihn festhielt, war die Bauweise des Ortes: ockerfarbene Häuser stapeln sich als beinahe würfelförmige Blöcke den Hang hinauf, bis zum Kirchturm auf der Höhe. Cézanne behandelt jedes Gebäude als Facette und verzahnt Wände und Dächer, bis das ganze Städtchen zu einer einzigen Masse aus Winkeln und Licht wird. Dies ist die querformatige Fassung, mit einem Streifen offenen Bodens im Vordergrund, der dem Bild Weite gibt. Diese Art, das Motiv auf geometrische Flächen zurückzuführen, sollte gut zwanzig Jahre später Braque und Picasso prägen. Heute hängt das Bild in der Barnes Foundation in Philadelphia.




