
Nicolae Grigorescu · PD
Zigeunerin aus Ghergani
Details
Die Geschichte
1861 malte Grigorescu noch Ikonen in walachischen Klöstern. Ein Jahrzehnt später, nach Jahren in Frankreich im Kreis der Maler von Barbizon, kehrte er als völlig veränderter Künstler heim. Dieses Bildnis einer jungen Roma-Frau aus dem Dorf Ghergani entstand 1872, kurz nach der Rückkehr, und zählt zu den stärksten Arbeiten jener Jahre. Zeitgenossen beschrieben ihre Erscheinung als ruhig, stolz und rätselhaft. Grigorescu gab ihr eine gelassene Würde und malte sie in dem lockeren, lichten Pinselstrich, den er aus Fontainebleau mitgebracht hatte. Die gedämpften Erdtöne und das weiche Licht verraten die französische Freilichtmalerei, während Gesicht und Haltung ganz dem ländlichen Rumänien gehören, das für Grigorescu zum Lebensthema wurde.




