
Govert Flinck · PD
Isaak segnet Jakob
Details
Die Geschichte
Govert Flinck malte diese Szene 1638, mit gut zwanzig Jahren und gerade aus Rembrandts Amsterdamer Werkstatt gekommen, dessen warmes Licht und breiten Pinselstrich er eng nachzuahmen gelernt hatte. Was er zeigt, ist ein Betrug. Der blinde Greis ist Isaak, im Begriff, den falschen Sohn zu segnen. Jakob kniet am Bett, mit Handschuhen aus Tierfell, damit seine glatten Arme sich wie die seines behaarten Bruders Esau anfühlen, und die Mutter, Rebekka, wacht aus dem Schatten hinter dem Bett, denn die ganze List war ihr Werk. Flinck lässt das Licht auf das Fell fallen, das den Jungen bedeckt, und auf die ausgestreckten Hände des Alten, genau dort, wo die Lüge besiegelt wird.




