
Sailko · CC-BY-SA-4.0
Madonna del Bordone
Details
Die Geschichte
Im September 1260 schlug das ghibellinische Siena bei Montaperti das Heer von Florenz, und unter den Gefangenen war ein Florentiner Maler, Coppo di Marcovaldo. Einer Überlieferung nach kaufte er seine Freiheit frei, indem er sich bereit erklärte, für die Stadt zu malen, die eben die seine besiegt hatte. Im Jahr darauf, 1261, signierte und datierte er diese hoch aufragende Tafel für die Kirche Santa Maria dei Servi in Siena. Die Madonna thront wie eine Königin, das Christuskind auf dem Schoß, zwei Engel neigen sich von oben herab. Der Goldgrund und die feierlichen byzantinischen Haltungen waren die gemeinsame Sprache der Zeit, und doch wendet sich das Gesicht der Madonna schon und wird weich auf eine Weise, die eher beobachtet als abgeschrieben wirkt. Von allen Werken, die man mit Coppo verbindet, trägt einzig dieses noch seine Signatur.