
Fra Angelico · PD
Madonna der Demut
Details
Die Geschichte
Der Titel benennt die Idee. Statt die Jungfrau auf einen Thron zu heben, setzt dieser Bildtyp, die Demutsmadonna, sie auf ein Kissen, auf den bloßen Boden, und um 1433 malt Fra Angelico sie so, das Christuskind aufrecht auf ihrem Schoß. Der Maler war selbst Dominikanermönch, und die stille Frömmigkeit ist die seine. Er umgibt sie mit wenigen sorgsamen Zeichen statt mit einer Menge: eine Lilie und Rosen in einer Vase für Reinheit und Mutterschaft, zwei am Boden sitzende Engel an Orgel und Laute, drei weitere, die hinter ihr ein Ehrentuch aus Gold und Schwarz halten. Das Kind lehnt die Stirn an die Wange der Mutter. Bei aller Demut der Haltung sind das Gold und die tiefen Farben so reich wie alles, was in Florenz damals entstand.




