
Mediceische Venus
Details
Die Geschichte
Diese lebensgroße Marmorstatue war einmal die berühmteste Frauengestalt Europas. Sie entstand im 1. Jahrhundert vor Christus in der griechischen Tradition und geht auf ein noch älteres Vorbild zurück, die nackte Aphrodite des Praxiteles. Auf ihrem Sockel steht ein griechischer Name, Kleomenes aus Athen, doch diese Inschrift wurde wohl erst später hinzugefügt. Im 18. Jahrhundert galt die Mediceische Venus vielen als der Maßstab weiblicher Schönheit schlechthin. Wer auf seiner Bildungsreise, der Grand Tour, nach Florenz kam, musste sie gesehen haben. So begehrt war sie, dass Napoleon sie 1803 nach Paris bringen ließ. Erst nach seinem Sturz kehrte sie 1815 zurück, in die Tribuna der Uffizien, den kleinen achteckigen Saal, in dem sie noch heute steht.
