
Hans Memling · PD
Pagagnotti-Triptychon
Details
Die Geschichte
Um 1480 malt Hans Memling in Brügge dieses Triptychon für einen fernen Auftraggeber: Benedetto Pagagnotti, dominikanischen Bischof aus Florenz. Flämische Malerei war im Italien der Renaissance hoch begehrt, und sie im Norden zu bestellen galt als Zeichen feinen Geschmacks. Auf der Mitteltafel thront die Madonna und hält das Kind zwischen zwei Engeln. Das Erstaunliche ist, was Memling ringsum anordnet: Putten, Girlanden und kleine Figuren, die vergoldete Metallstatuetten nachahmen, mit Szenen wie Kain und Abel oder Samson. Es gilt als erstes flämisches Gemälde, das auf diese Weise die italienische Renaissanceskulptur zitiert. An einem Baum hängt das Wappen des Bischofs mit seinem Kranich. Heute ist das Ensemble getrennt: Der Mittelteil ist in den Uffizien, die beiden Flügel mit Johannes dem Täufer und dem heiligen Laurentius in London.




