
I, Sailko · CC-BY-SA-3.0
Pietà
Details
Die Geschichte
Um 1512 entstand diese Tafel in Mailand, einer Stadt, die in jenen Jahren mehrmals die Herren wechselte, zwischen den Franzosen und den Sforza. Bramantino, eigentlich Bartolomeo Suardi, war Maler und Baumeister in einer Person, und das merkt man dem Bild sofort an. Die Beweinung des toten Christus spielt nicht in einer stillen Landschaft, sondern unmittelbar vor den Mauern und Türmen einer ganzen Stadt, die fast die halbe Tafel füllt. Während die Trauernden reglos verharren, ist die Architektur mit fast heiterer Genauigkeit gebaut, Fenster für Fenster, Gesims für Gesims. Der Körper Christi liegt hell und schwer im Vordergrund, dahinter öffnet sich diese kühle, menschenleere Stadt. Es ist eine der ausführlichsten Stadtansichten, die Bramantino je erfunden hat.




