
Rogier van der Weyden · PD
Bildnis einer jungen Frau mit Flügelhaube
Details
Die Geschichte
Vor dunklem Grund sitzt eine junge Frau in einer weißen, weit ausgestellten Flügelhaube, wie man sie in den burgundischen Niederlanden um 1440 trug. Rogier van der Weyden verzichtet auf jedes Beiwerk. Kein Fenster, kein Schmuck, nur das Gesicht, die schlanken, gefalteten Hände und der scharf gebügelte Leinenstoff der Haube. Der Blick geht gesenkt zur Seite, die Lider schwer, der Mund schmal. Wer die Frau war, ist nicht überliefert; manche vermuten die Gattin des Malers, doch sicher ist es nicht. Van der Weyden gibt jeder Falte des weißen Tuchs eine eigene, fast bildhauerische Genauigkeit, während die Haut glatt und blass wie Wachs bleibt.




