Bildnis des Kardinals Guido Bentivoglio

Anthony van Dyck · PD

Bildnis des Kardinals Guido Bentivoglio


Details

Jahr
1623
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
195 × 147 cm

Die Geschichte

Kardinal Guido Bentivoglio war jahrelang päpstlicher Nuntius in Flandern gewesen und kannte deshalb die Welt, aus der Van Dyck kam. Als der junge Flame sich um 1623 in Rom einen Namen machte, wurde der Kardinal einer seiner Förderer, und Van Dyck wohnte offenbar in dessen Palast, während dieses Bildnis entstand. Er zeigt Bentivoglio sitzend und wach, einen weißen Brief in der Hand, und baut das Ganze auf einer einzigen Farbe auf: Das Karmesinrot des Gewands kehrt im Vorhang dahinter wieder, das Weiß der Spitze findet sich im Papier und in einem Blumenstrauß auf dem Tisch. Bentivoglio war Diplomat und Historiker und hatte eine umfangreiche Geschichte der Kriege in Flandern verfasst. Das Porträt hatte solchen Erfolg, dass es zum Muster wurde. Über Generationen orientierten sich Maler eines Kirchenfürsten daran, wie Van Dyck diesen einen gelöst hatte. 1653 schenkte die Familie das Bild Ferdinand II. de' Medici, und über die Florentiner Sammlungen gelangte es in die Galleria Palatina.

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