
Pedro Berruguete · PD
Bildnis des Federico da Montefeltro mit seinem Sohn Guidobaldo
Details
Die Geschichte
Wer dieses um 1475 in Urbino entstandene Bildnis gemalt hat, ist bis heute strittig: Die Forschung schwankt zwischen dem Flamen Justus van Gent und dem Spanier Pedro Berruguete, die in jenen Jahren beide am Hof Federico da Montefeltros arbeiteten. Wer es auch war, er zeigte den Herzog in seinen zwei Rollen zugleich. Federico beherrschte Urbino als Soeldnerfuehrer, einer der gefragtesten Feldherren im Italien des 15. Jahrhunderts, und gab das erworbene Vermoegen fuer Buecher und Gelehrte aus. Hier sitzt er im Harnisch, einen Brokatmantel darueber geworfen, in ein schweres Manuskript vertieft, waehrend sein kleiner Sohn Guidobaldo an seinem Knie steht und den Kommandostab haelt. Bei einem Turnier hatte Federico das rechte Auge und den Nasenruecken verloren, weshalb man ihn stets im linken Profil malte.