
Lorenzo Lotto · PD
Darstellung Jesu im Tempel
Details
Die Geschichte
Um 1554 verlässt Lorenzo Lotto, alt, halb blind und ohne große Mittel, Venedig und tritt als Oblate in die Santa Casa von Loreto ein, das Marienheiligtum, in dem er seine letzten Jahre verbringen wird. Dort beginnt er diese Leinwand, die bei seinem Tod unvollendet blieb und sein letztes erhaltenes Werk ist. Man sieht es an der lockeren, fast skizzenhaften Malweise, weit entfernt von der minuziösen Feinheit seiner Jugend. Das Thema passte zu diesem Augenblick: Der greise Simeon empfängt im Tempel das Kind und weiß, dass er nun in Frieden sterben kann. Vasari berichtet, Lotto habe für Loreto mehrere Szenen aus der Kindheit Christi geplant, und diese scheint eine davon zu sein.




