
Daderot · PD
Rue de Rivoli
Details
Die Geschichte
1891 hielt sich Edvard Munch mit einem Stipendium des norwegischen Staates in Paris auf und sog alles auf, was Impressionisten und Pointillisten aus Licht und geteilter Farbe machten. Diese Ansicht der Rue de Rivoli malte er aus dem hohen Fenster eines Hotels, und der Blickwinkel erzeugt etwas Beunruhigendes. Die Strasse baeumt sich steil nach oben auf und laesst nur ein schmales Dreieck Himmel frei, waehrend sich der Balkon links in violetten und gruenen Bloecken erhebt, die ueber dem Abgrund zu schweben scheinen. Unten loest sich der Verkehr auf: die Wagen verwischt wie auf einer verwackelten Fotografie, weiter hinten ein Regen farbiger Punkte, der sich in der Tiefe verliert. Zwei Jahre vor dem Schrei ist derselbe schwindelerregende, gekippte Raum schon da, durchgespielt an einem gewoehnlichen belebten Boulevard.




