
Anthony van Dyck · PD
Selbstbildnis
Details
Die Geschichte
Um 1622 ist Anthony van Dyck Anfang zwanzig und hat gerade die Werkstatt seines Lehrers Rubens verlassen, um auf eigenen Beinen zu stehen, auf dem Weg nach Italien. Dort sieht er ein Bildnis Raffaels, das im 17. Jahrhundert für ein Selbstbildnis gehalten wurde, und legt sein eigenes nach diesem Vorbild an: dieselbe selbstbewusste Haltung, derselbe Blick über die Schulter. Er malt sich auf der Höhe seiner Kraft, voller Versprechen. Seitlich ragt eine halb zerbrochene antike Säule auf, ein leiser Hinweis darauf, wie flüchtig Jugend und Ruhm sind. In die Eremitage kam das Bild 1772 mit der Pariser Sammlung des Barons de Thiers.




