
Paul Cézanne · PD
Stillleben mit Äpfeln
Details
Die Geschichte
Um 1890 hatte sich Cézanne fast ganz aus der Pariser Kunstwelt zurückgezogen und arbeitete meist allein, nahe seiner Heimatstadt Aix-en-Provence im Süden Frankreichs. Während die Impressionisten seiner Jugend weiter in der Hauptstadt ausstellten, legte er ein paar Äpfel und Zitronen auf einen Tisch und betrachtete sie wochenlang, ließ sie eher schrumpeln, als das Arrangement aufzulösen. Aus diesem geduldigen Schauen kommt diese kleine Leinwand. Es ging ihm nicht um hübsches Obst und nicht um eine Lehre über Reife und Verfall. Er wollte das Gewicht und die Rundung jeder Frucht aus Farbflächen aufbauen, damit ein Stillleben trägt wie eine Architektur. Die Tischplatte kippt uns stärker entgegen, als sie sollte, und schiebt die Früchte nach vorn in den Raum.




