
Alfred Stevens · PD
Die japanische Pariserin
Details
Die Geschichte
Über zwei Jahrhunderte lang war Japan dem Westen fast verschlossen geblieben, und erst in den 1850er Jahren schloss es seine ersten Handelsverträge. Danach strömten Kimonos, Fächer, Lackarbeiten und Farbholzschnitte nach Paris. Der belgische Maler Alfred Stevens, der in der Stadt lebte und arbeitete, gehörte zu den frühesten Sammlern solcher Dinge und füllte sein Haus seit den 1860er Jahren damit. Dieses Bild malte er um 1872, mitten im Fieber für alles Japanische. Eine junge Pariserin steht vor einem hohen Spiegel, in einen blauen Kimono gehüllt, einen Fächer in der Hand, umgeben von Lackwaren und Porzellan. Fast jeder Gegenstand im Raum ist japanisch, und vieles stammte wohl direkt aus Stevens' eigenen Regalen.

