
Gabriel Metsu · PD
Die Spitzenklöpplerin
Details
Die Geschichte
Im wohlhabenden Holland der 1660er Jahre war das Klöppeln von Spitze eine feine, geduldige Arbeit, die die Maler zum Bild häuslicher Tugend erhoben. Metsu malte diese Szene um 1663 auf ein kleines Holzbrett, kaum größer als ein Buch. Die Frau hält das Klöppelkissen auf dem Schoß, doch statt sich auf ihre Arbeit zu konzentrieren, hebt sie den Blick und sieht uns direkt an. Sie trägt grauen Satin und eine blaue, mit weißem Pelz besetzte Jacke, und zu ihren Füßen links hat sich eine Katze niedergelassen. Das Bild besitzt eine der längsten erhaltenen Besitzerfolgen, seit 1722 belegt, und erschien 1959 sogar auf einer Briefmarke der DDR.


