
Canaletto · PD
Die Schleuse von Dolo
Details
Die Geschichte
Um 1763 war Canaletto Mitte sechzig und hatte nicht mehr lange zu leben. Im selben Jahr nahm ihn die venezianische Malakademie endlich als Mitglied auf. Zehn Jahre lang hatte er in England weite, sonnige Ansichten des Canal Grande für reiche Reisende gemalt. Hier tut er das Gegenteil. Es ist eine kleine Leinwand von einem stillen Winkel des Festlands: die Schleuse von Dolo, ein Halt an der Brenta, dem Kanal, über den venezianische Familien zu ihren Sommervillen fuhren. Die Tore stehen zu, Gondeln warten auf kaum bewegtem Wasser. Links birgt ein Haus eine Metzgerei und einen kleinen Bildstock am Weg. Im Vordergrund verbringen eine Klöpplerin und ein Obsthändler einen gewöhnlichen Nachmittag, während Dächer und Laub in Flecken aus hartem Licht und tiefem Schatten zerfallen.




