
Anthony van Dyck · PD
Die Familie Lomellini
Details
Die Geschichte
Im Genua der 1620er Jahre wurde Van Dyck, noch keine 30, zum Bildnismaler des städtischen Adels. Dieses große Familienbildnis gab Giacomo Lomellini in Auftrag, der Doge von Genua, und doch erscheint er selbst nicht darauf. Die Republik verbot es, den amtierenden Dogen abzubilden, damit kein Regent sein Amt zur Selbstdarstellung nutzte. So sehen wir seine zweite Frau, die beiden ältesten Söhne neben ihr und, etwas abseits, die beiden jüngsten Kinder. Van Dyck stellt sie in Lebensgröße zwischen Säulen und Vorhängen dar, mit jener gestreckten Eleganz, die er zugleich von Tizian und von seinen genuesischen Auftraggebern übernahm. Die Royal Institution kaufte das Bild 1830, seit 1859 hängt es in der Scottish National Gallery in Edinburgh.




