
Anthony van Dyck · PD
Die Verspottung Christi
Details
Die Geschichte
Van Dyck malte diese Szene um 1628, kurz nachdem er von einem langen Italienaufenthalt in den Norden zurückgekehrt war. Aufgebrochen war er als begabtester Schüler von Rubens, ganz flämischer Schwung, und zurück kam er, nachdem er in Venedig vor den Leinwänden Tizians gestanden hatte, nun weicher in Farbe und Schatten. Christus sitzt entkleidet und mit Dornen gekrönt da, während seine Peiniger um ihn herum zugange sind. Einer schiebt ihm ein Rohr zwischen die gefesselten Hände, als Spottzepter, denn zu den Anklagen gegen ihn gehörte, er habe sich König genannt. Der Mann, der ihm am schärfsten ins Gesicht blickt, scheint umzudenken, sein Ausdruck kippt von Grausamkeit zu Zweifel, als ahnte er allmählich, wen er vor sich hat.




