
Julio Romero de Torres, Venus of Poetry, 1913. Wikimedia Commons. · PD
Die Venus der Poesie
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Die Geschichte
1913 füllte das Cuplé, das spanische Varietélied, die Bühnen von Madrid, und Julio Romero de Torres, ein Maler aus Córdoba, der in die Hauptstadt gezogen war, verkehrte unter ihren Schriftstellern und Sängerinnen. Für diese Venus nahm er sich ein Gemälde Tizians zum Vorbild, die Venus mit dem Lautenspieler, und versetzte es in das Spanien seiner Zeit. Die liegende Frau legt sich einen hellen Spitzenschleier aufs Haar und blickt den Betrachter direkt an. Überliefert ist, dass man in ihr die Sängerin Raquel Meller erkennen wollte, an ihrer Seite den guatemaltekischen Schriftsteller Enrique Gómez Carrillo, der wenige Jahre später ihr Mann wurde, doch gesichert ist diese Deutung nicht. Die fast anderthalb Meter breite Leinwand hängt heute im Museum der Schönen Künste in Bilbao.



