
Mykola Pymonenko · PD
Opfer des Fanatismus
Details
Die Geschichte
In den 1890er Jahren las Mykola Pymonenko einen Zeitungsbericht aus Wolhynien im Westen des Russischen Reiches. Eine junge Jüdin hatte sich in einen ukrainischen Schmied verliebt und sich taufen lassen, um ihn heiraten zu können. Pymonenko reiste in die Stadt Kremenez und machte dort Studien nach dem Leben, ehe er diese große Leinwand um den Augenblick herum aufbaute, in dem sie aus der eigenen Gemeinde vertrieben wird. Im zerrissenen Hemd klammert sie sich an einen Zaun, ein kleines Kreuz am Hals, die Hand des Vaters zur Abweisung erhoben, die Mutter weinend abgewandt. Als das Bild gezeigt wurde, traf es auf allen Seiten einen Nerv und war bald auf Postkarten im ganzen Reich zu sehen. Pymonenko malte das Thema danach noch zwei weitere Male.