
Hendrick Avercamp · PD
Winterlandschaft mit Eisläufern
Details
Die Geschichte
Als Hendrick Avercamp diese Eisszene um 1608 malte, waren die Winter in den Niederlanden bitterkalt: In der sogenannten Kleinen Eiszeit froren Flüsse und Grachten regelmäßig zu und wurden zu Bühnen des öffentlichen Lebens. Avercamp bevölkert seine weite, silbrig-graue Fläche mit Hunderten winziger Figuren, die Schlittschuh laufen, mit dem Kolfschläger spielen, stürzen oder frierend zusehen. Vornehm und arm bewegen sich hier auf demselben Eis, und wer genau hinsieht, entdeckt manch derbe kleine Szene. Der Maler selbst war taubstumm und wurde der Stumme von Kampen genannt, ein scharfer Beobachter, der seine Welt vor allem mit den Augen aufnahm. Das Gemälde gehört zu den beliebtesten Werken des Rijksmuseums in Amsterdam.