
Die Geschichte
Das Artizon begann als private Leidenschaft eines Reifenfabrikanten. Shojiro Ishibashi, Gründer des Kautschukkonzerns Bridgestone, öffnete seine Sammlung 1952 auf einer Etage der Tokioter Firmenzentrale für die Öffentlichkeit, zu einer Zeit, als das Nachkriegsjapan wenig Geld für westliche Kunst hatte. Er kaufte dennoch weiter und bemühte sich zugleich, bedeutende japanische Gemälde am Verlassen des Landes zu hindern.
Das Ergebnis gilt oft als die feinste Gruppe impressionistischer und moderner europäischer Malerei in Asien, mit Monet, Renoir, Manet, Cézanne und Gauguin sowie einer starken Reihe von Namen des 20. Jahrhunderts von Picasso über Rothko bis Zao Wou-Ki. Japanische moderne Malerei hängt daneben, sodass sich beide Traditionen zusammen lesen lassen.
2020 eröffnete das Museum unter dem Namen Artizon, einer Verschmelzung von art und horizon, in einem neuen Turm nahe dem Bahnhof Tokio wieder, wo es die Sammlung durch die Säle rotieren lässt, statt eine feste Hängung zu behalten.
Sammlung
10 Werke
Selbstbildnis mit weichem HutPaul Cézanne, 1894
Junger Mann am Klavier (Martial Caillebotte)Gustave Caillebotte, 1876
Hirsch, im Schnee laufendGustave Courbet, 1856
Die sitzende Georgette CharpentierPierre-Auguste Renoir, 1876
Wiesenland (Die Weide)Henri Rousseau, 1910
Der Mont Sainte-Victoire und das Château NoirPaul Cézanne, 1904
Quai d'IvryHenri Rousseau, 1907
Windmühlen auf dem MontmartreVincent van Gogh, 1886
Frau und Kind auf einem BalkonBerthe Morisot, 1872
Frauen, die zum Wald gehenAlfred Sisley, 1866