
Die Geschichte
Das Fin-de-Siècle-Museum in Brüssel, 2013 als Teil der Königlichen Museen der Schönen Künste der Stadt eröffnet, tut eine Sache und tut sie gründlich: Es behandelt die rund 40 Jahre um 1900, als Brüssel eine der erfindungsreichsten Kunststädte Europas war. Belgien war klein, reich und offen, und avantgardistische Maler, Architekten und Musiker strömten dort zusammen.
Die Räume führen durch den belgischen Symbolismus und darüber hinaus, von den traumhaften Figuren Fernand Khnopffs zu den Masken und Skeletten James Ensors und den stillen, blassen Seestücken Léon Spilliaerts, hinaus in den Jugendstil des Architekten Victor Horta, dessen Möbel und Entwürfe zwischen den Gemälden stehen. Es greift auch in die Musik und Literatur des Augenblicks aus.
Die Säle steigen unter die älteren Museen am Kunstberg hinab, sodass man die ganze Epoche auf Ebenen durcharbeitet, die von der Straße aus abwärts sinken.


