
Die Geschichte
Als die Bank von Hiroshima 1978 hundert Jahre alt wurde, feierte sie das Jubiläum, indem sie der Stadt ein Kunstmuseum schenkte, der Liebe und dem Seelenfrieden gewidmet, an einem Ort, der das Gegenteil kannte. Der Bau nahe dem wiederaufgebauten Zentrum antwortet leise auf die Wunde von 1945, seine blasse Kuppelhalle ist der skelettartigen Atombombenkuppel nachgeformt, und draußen liegt ein Wasserlauf für jene, die auf der Suche nach Wasser starben.
Drinnen findet sich eine warme, menschliche Sammlung französischer Malerei, zum Trösten gewählt statt zum Provozieren, von Millet und den Impressionisten über Renoir und Monet bis zu Matisse und Picasso. Ihr kostbarstes Bild ist eine der drei Fassungen von Daubignys Garten, die Vincent van Gogh in den letzten Wochen seines Lebens 1890 malte.
Der Maßstab ist intim, etwa 90 Werke sind zugleich zu sehen, und die Säle umschließen einen runden Innenhof, sodass man dorthin zurückkehrt, wo man begann.



