
Die Geschichte
Dijons Museum der Schönen Künste belegt den Palast der Herzöge von Burgund, jener Familie, die im 15. Jahrhundert über einen Staat herrschte, der reicher war als die französische Krone und bis zur Nordsee reichte. Wenn man den alten Wachsaal erreicht, begegnet man ihnen in Stein.
Dort stehen zwei gewaltige Grabmäler, geschaffen für Philipp den Kühnen und Johann Ohnefurcht, ihre Bildnisse aufgebahrt über einer Marmorarkade. Um den Sockel eines jeden zieht sich ein Zug kleiner Alabaster-Trauernder, gut einen Fuß hohe Kapuzengestalten, mehrere mit ins Gewand vergrabenem Gesicht. Begonnen wurden sie von Claus Sluter, dem niederländischen Bildhauer, den die Herzöge in den Süden holten, und sie zählen zum ergreifendsten Grabschmuck, der aus dem Mittelalter erhalten ist.
Das Museum um sie herum ist eines der ältesten Frankreichs, 1787 eröffnet, und steigt von diesen Gräbern über flämische Altarbilder zu Rubens und späterer französischer Malerei. Auch die herzoglichen Küchen mit ihren sechs großen Kaminen sind noch da, gebaut, um einen Hof zu speisen.
Sammlung
6 Werke
Die Geburt ChristiRobert Campin, 1430
KreuzigungsretabelMelchior Broederlam, 1390
Die Auffindung des MosePaolo Veronese, 1580
Mariä HimmelfahrtPaolo Veronese, 1580
Maria mit Kind, der heiligen Agnes und dem heiligen Johannes dem TäuferTizian, 1535
Der heilige Franziskus empfängt das ChristkindPeter Paul Rubens, 1618